23.11.2011, 15:06 Uhr
Markus Miller ist zurück. (Quelle: dpa)
Mit großer Erleichterung und voller Optimismus ist Markus Miller in die Bundesliga zurückgekehrt. "Ich bin gesund zurück und fühle mich wohl", sagte der Torwart von Hannover 96, der sich wegen einer mentalen Erschöpfung in ärztliche Behandlung begeben und eine elfwöchige Pause eingelegt hatte. Nun stand Miller erstmals wieder im Kasten - beim Training der 96er. Danach stand er auf eigenen Wunsch hin Rede und Antwort.
"Es war die absolut richtige Entscheidung, meine Probleme öffentlich zu machen und mir externe Hilfe zu holen", sagte der Schlussmann auf einer Pressekonferenz. Miller war ausgebrannt, litt am Burnout-Syndrom. Nach seiner Therapie in einer Privatklinik in Süddeutschland ist er schon wieder Bestandteil des Trainings-Alltags bei den Niedersachsen und hofft, so schnell wie möglich wieder zum engen Kader von Trainer Mirko Slomka zu gehören: "Ich bin körperlich in einer sehr guten Verfassung und voller Elan und Leidenschaft."
Dem großen Medieninteresse begegnet er offensiv und mit einem Lächeln. Er hatte mit einem Therapeuten daran gearbeitet, "aktiv blockierende Ursachen und Symptome zu bearbeiten".
Mit der Rückkehr in den Trainingsbetrieb von Hannover setzt der 29-Jährige eine Karriere fort, die vor vier Jahren zunächst wegen einer Verletzung ins Stocken geraten war. Der ehemalige Profi des VfB Stuttgart und des FC Augsburg hatte sich als Stammspieler des Karlsruher SC einen Kreuzbandriss zugezogen. Sein Wechsel zu Hannover 96 im Sommer 2010 sollte dazu beitragen, im bezahlten Fußball wieder Fuß zu fassen. "Ich glaube, dass der Fall von Markus Miller zeigt, dass ein Weg zurück immer möglich ist und dass Verein und Spieler Schwächeperioden gemeinsam überstehen können", sagte Hannovers Manager Jörg Schmadtke.
Im Kampf um die Nachfolge des früheren 96-Kapitäns Robert Enke, der im November 2009 Suizid beging, waren Miller jüngere Rivalen vorgezogen worden. Miller hatte den Kampf um das Trikot mit der Nummer eins zunächst gegen Florian Fromlowitz (jetzt MSV Duisburg) und danach gegen den neuen Nationalspieler Ron-Robert Zieler verloren.
Quelle: sid , dapd
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