08.02.2011, 09:02 Uhr | t-online.de
Ralf Rangnick: Braucht er noch Zeit bis zum Sommer? (Foto: dapd)
Am Ende war es nur noch eine Frage der Zeit. Die Entlassung von Steve McClaren als Trainer des VfL Wolfsburg war spätestens seit der 0:1-Pleite im Derby bei Hannover 96 unausweichlich. Übernehmen wird der stets McClaren-loyale Pierre Littbarski. Doch nur vorerst, denn die Kandidaten stehen bereits Schlange - allen voran Ex-Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick.
Littbarski passt nicht in das Anforderungsprofil der Wölfe, ähnlich wie Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner im letzten Jahr. Yokohama, Duisburg, Sidney, Vaduz und Teheran: Der Weltmeister von 1990 hat als Trainer eine Vita, die ihn zwar zu einem Übungsleiter von Welt, aber nicht von Weltformat macht. Doch einen solchen hatte Geschäftsführer Dieter Hoeneß gesucht, als er im vergangenen Sommer mit Steve McClaren den ersten britischen Bundesligatrainer verpflichtete. Nun steht fest: Er sucht ihn immer noch.
Der VfL Wolfburg trennt sich von dem seit Wochen in der Kritik stehenden britischen Trainer. zum Video
Littbarski ist nach Armin Veh, Köstner und McClaren der vierte VfL-Trainer innerhalb eines Jahres. Geradezu ironisch klingt in diesem Zusammenhang die Stellungnahme des Aufsichtsratsvorsitzenden Francisco Garcia Sanz zur Entlassung des Briten. "Wir haben leider keine Alternative mehr gesehen. Natürlich wünschen wir uns alle Kontinuität, vor allem auf der Trainerposition. Dafür steht gerade Dieter Hoeneß."
Man habe es bis zum letzten Tag mit McClaren versucht, sagte Hoeneß. Es darf angesichts der seit Monaten konzeptlosen Auftritte des VfL allerdings bezweifelt werden, ob dieses lange Festhalten am Trainer die richtige Entscheidung war. Seit dem 10. Spieltag wartet der Klub auf einen Heimsieg, zwischenzeitlich spielte man sieben Mal in Folge Remis. In der Bundesliga steht das Starensemble des VfL auf einem kläglichen zwölften Platz, ein mickriger Punkt trennt die Wölfe vom Relegationsplatz und im DFB-Pokal schied man im Achtelfinale gegen Zweitligist Energie Cottbus aus.
Mario Basler kritisiert die Einkaufspolitik des VfL Wolfsburg. Sechs Spieler wechselten im Winter zum Werksklub. zum Video
Die Suche nach dem Nachfolger lief bereits, als McClaren noch auf seinem Stuhl wackelte. Schon in der letzten Woche habe sich Hoeneß mit Rangnick getroffen, berichtet "Spiegel Online". Bei diesem Treffen soll der VfL dem ehemaligen 1899-Coach ein langfristiges Vertragsangebot unterbreitet haben. Zum einen besitzt Rangnick Bundesligaerfahrung (Stuttgart, Hannover, Schalke, Hoffenheim), zum anderen, und das erscheint noch wichtiger, ist er durch sein Engagement bei 1899 ein finanzielles Umfeld gewohnt, das dem des VfL nicht allzu fern ist. Hoeneß und Rangnick kennen sich zudem noch aus Stuttgarter Zeiten.
Rangnick, der im Januar nach viereinhalb Jahren als Trainer der TSG Hoffenheim zurückgetreten war, hätte angeblich nichts gegen ein Engagement beim deutschen Meister von 2009 einzuwenden. Aber, und das ist die Crux, erst ab Sommer, also nach der Saison. Die Frage ist also, ob Neu-Trainer Littbarski beim VfL zur "köstnerschen Lösung" wird. Amateurcoach Köstner hatte nach der Entlassung Armin Vehs im Januar 2010 den Trainerposten bis zum Ende der Spielzeit übernommen, den Verein noch auf den achten Platz geführt und dann seinen Platz für McClaren geräumt.
Hoeneß hat allerdings noch andere Eisen im Feuer. Zu den wichtigsten Namen gehört der ehemalige Ajax und HSV-Coach Martin Jol. Bereits im letzten Jahr wurde der Niederländer als Nachfolger von Armin Veh gehandelt, doch die Verpflichtung kam nicht zustande. Jol soll bereits über das Interesse des VfL unterrichtet worden sein. Ähnliches gilt für den ehemaligen Stuttgarter Trainer Christian Gross: Hoeneß hält viel von dem Schweizer, der bereits im Dezember als McClaren-Nachfolger gehandelt wurde.
Doch Hoeneß hat noch einen anderen alten Spezi auf der Liste: Huub Stevens, Chefcoach von Red Bull Salzburg, hat auf Schalke, in Köln, Hamburg und Berlin reichlich Bundesligaluft geschnuppert. Außerdem hat er bei Red Bull, wie es VW in Wolfsburg ist, einen finanziell schlagkräftigen Konzern im Rücken. Vorteil für den VfL: Personell könnte Stevens transfertechnisch beim Bundesligisten stärker aus dem Vollen schöpfen, als es in der mäßig populären österreichischen Bundesliga der Fall ist. Mit Stevens arbeitete Hoeneß 2002 bis 2003 in seiner Zeit als Hertha-Manager zusammen. Als die Mannschaft damals in Abstiegsgefahr geriet, wurde Stevens jedoch von Hoeneß entlassen.
Bei allen Spekulationen über das zukünftige Personal auf der Bank der Wölfe, eines stellte Hoeneß klar: Eine Rückkehr des in Fankreisen hoch geschätzten Lorenz-Günther Köstners als Cheftrainer wird nicht geben.
Quelle: t-online.de
Autostadtgast schrieb:
am 8. Februar 2011 um 18:51:52
(0)
(0)
Bauernopfer in Wolfsburg
Der Trainer in Wolfsburg ist ein Bauernopfer,es hätte Dieter Hoeneß gehen müssen.Die Fans in WOB müssen das auch
mal in deren Fankurven deutlich machen.
mehr
Kommentar melden
Der Hengst schrieb:
am 8. Februar 2011 um 18:37:27
(0)
(0)
Was macht ihr denn ?
Da frägt man sich schon bei Kommentatoren in der Nachmittagszeit was die überhaupt arbeiten. Anderen Tips geben was zu
tun und lassen wäre aber selbst auf der Couch rumlungern ? Oder gerade Urlaub oder frei ?
mehr
Kommentar melden
FußballVersteher schrieb:
am 8. Februar 2011 um 18:33:08
(0)
(0)
Hoeneß sortiert die Freundesliste
So einer soll Freunde haben ...
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Bayern optimistisch für EM und Hertha will Urteil akzeptieren. Video
Amateurtor der Woche: Wählen Sie aus drei Treffern! zum Video