02.09.2010, 14:09 Uhr | dpa, t-online.de
Christian Nerlinger hat diese Saison keinen einzigen neuen Spieler verpflichtet. (Foto: imago)
FC Bayern 0, Schalke 13. Unterschiedlicher als beim deutschen Meister und deutschen Vize-Meister könnte die Transferpolitik nicht sein. Während die Münchner keine einzige Neuverpflichtung präsentierten und folglich auch keinen einzigen Cent investierten, gaben sich bei den Königsblauen die Neuzugänge die Klinke in die Hand. Kein Wunder, dass sich Christian Nerlinger einen Seitenhieb Richtung Felix Magath nicht verkneifen konnte. "Das war ein für mich noch nie dagewesener Transfer-Aktionismus", kommentierte der Sportdirektor des FC Bayern auf der Klub-Homepage die Einkaufspolitik der Schalker.
Den 13 Neuzugängen stehen 15 Abgänge beim Ruhrpott-Klub gegenüber. Allein in den letzten sechs Tagen hat Magath fünf Spieler für rund 30,4 Millionen Euro verpflichtet. Damit stellte er einen Vereinsrekord auf. Ein Transfer-Gebaren, das im knapp 500 Kilometer entfernten München nur Kopfschütteln hervorrief.
Doch ebenso wie die maßlos erscheinende Transferpolitik der Knappen wurde auch der Minimalismus des amtierenden Meisters kritisiert. "Natürlich gab es viele Gerüchte und Einige konnten auch nicht verstehen, dass wir nicht aktiv geworden sind", sagte Nerlinger mit Blick auf die Zurückhaltung des FC Bayern bei Neuverpflichtungen. "Aber wir haben von Anfang an immer gesagt, dass wir Vertrauen in unsere Mannschaft haben."
Trotz aller Anlaufschwierigkeiten sieht Sportdirektor Christian Nerlinger den FCB auf dem richtigen Weg. "Ich glaube an das Potenzial der Mannschaft und dass sie sich rechtzeitig stabilisieren wird." Bewusst habe der Double-Gewinner auf Neuverpflichtungen verzichtet, betonte Nerlinger: "Wir haben einen guten und ausgeglichenen Kader und eine schlagkräftige Mannschaft, mit der wir diese Saison wieder sehr erfolgreich sein können."
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Auch nach der überraschenden Pleite bei Bundesliga-Neuling 1. FC Kaiserslautern sehe er keinen Grund zur Sorge, sagte Nerlinger: "Diese Niederlage war unglücklich und tut auch weh, aber ich sehe das überhaupt nicht dramatisch." Auf dem Betzenberg habe sich aber wie schon beim glücklichen Heimsieg eine Woche zuvor gegen den VfL Wolfsburg gezeigt, dass "einige Spieler noch Zeit brauchen".
Grundsätzlich könne man beim FC Bayern nicht sagen, dass man die "Bundesliga mit fünf oder sechs Punkten Vorsprung dominieren" wolle. "Dafür waren unsere Nationalspieler zu lange bei der WM im Einsatz." In der Hinrunde gehe es nun erst einmal darum, alle Chancen zu wahren. "Unser Ziel muss es sein, nach der Winterpause noch in allen drei Wettbewerben dabei zu sein."
Positiv bewertete Nerlinger den Verbleib von Innenverteidiger Martin Demichelis und Stürmer Mario Gomez. "Er hat jetzt sehr offensiv gesagt, dass er den Kampf um einen Platz aufnehmen will, und ich finde, dass ist genau die richtige Reaktion", sagte der Sportdirektor über den Argentinier. Zu Gomez meinte er: "Mario hat sehr gut daran getan, das Kapitel FC Bayern nicht schon nach einem Jahr zu beschließen."
Schalke-Macher Magath hat seine Transferpolitik derweil verteidigt und glaubt, die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt zu haben. "Mit Hektik oder Planlosigkeit hat das nichts zu tun", sagte der 57-Jährige im Interview mit dem "kicker". "Die Neuen haben individuell hohe Qualität. Wenn wir die richtige Mischung finden, haben wir gute Chancen, unsere Ziele zu erreichen: in der Champions League die Gruppenphase zu überstehen und in der Liga an der Spitze mitzuspielen", sagte Magath.
Die Transfers seien mit Schalke-Boss Clemens Tönnies abgesprochen, "der Aufsichtsrat kann sehr zufrieden sein". Der Klub habe die "sportliche Qualität erhöht und zugleich Gehaltskosten reduziert2, so Magath, "rechnet man diese Einsparungen hinzu, haben wir unterm Strich in dieser Transferperiode ziemlich genau zehn Millionen Euro investiert, die der Aufsichtsrat am Anfang genehmigen wollte", so Magath.
Quelle: dpa , t-online.de
Beiärn schrieb:
am 7. September 2010 um 08:47:44
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Nährlinger
Wenn der FCB (wahrlich der Topclub schlechthin) nicht vor Kurzem mit Müller und Badstuber (event. noch Contento o.ä.) keine
Glücksgriffe in den eigenen Reihen gelandet hätte, wäre es fast peinlich geworden. Ribery mal hin, mal her (bei seinen Problemen), Robben eigentlich top, aber viel zu verletzungsanfällig, Gomez (ist ja alles gesagt) ... usw. Die haben wohl selbst gemerkt, dass sie zu oft in die braune Masse gegriffen haben und machen jetzt auf Eigenwuchs. Das ist gut, geht aber nicht immer.
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kittel schrieb:
am 6. September 2010 um 14:33:21
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Transferpolitik
Seit Kalle Del Haye sollten sich die Bayern besser nicht mehr zur Transferpolitik anderer Vereine äußern. Regelmäßig
machen sie Talente kaputt, indem sie sie auf die Bank oder Tribüne setzen, nur um ihre Gegner zu schwächen. Erbärmlich.
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Klaus schrieb:
am 5. September 2010 um 09:25:41
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Bauern
Ein Verein (Bayern), der Spieler beschäftigt, die sich mit minderjährigen Prostituierten abgeben, sollte erst einmal vor der eigenen Türe kehren.
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