16.11.2011, 12:28 Uhr
Lukas Podolski und Wolfgang Overath fühlen sich eng verbunden. (Quelle: imago)
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Zunächst einmal eines vorweg: Es gibt wohl kaum einen Abgang im Fußball, der stil- und rücksichtsloser war als der Rücktritt von Wolfgang Overath als Präsident des 1. FC Köln. Nicht nur, dass er eine über Monate hinweg vorbereitete, minutiös geplante, für den sich gerade erst neu organisierten Verein immens wichtige und überdies teure Mitgliederversammlung mit seinem Rücktritt ad absurdum führte. Overath hielt es noch nicht einmal für nötig, auch nur irgendeinen Verantwortungsträger im Verein vorab zu informieren oder gar in den Tagen zuvor erste Schritte einzuleiten, damit alle Gremien in der Lage waren, eine geordnete Nachfolgeregelung zu treffen. Overaths Aussage, er wolle damit das Beste für seinen Verein, klingt in diesem Licht alles andere als glaubwürdig.
Nicht nur das: In den Tagen zuvor hatte er seine Mitarbeiter, die Fans und die breite Öffentlichkeit noch im Glauben gelassen, ein Overath gebe nicht auf, bis 2013 mache er sicher weiter. Über die "Bild" ließ er wissen: "Ich hoffe, dass alle aus der letzten Sitzung (die Chaos-Mitgliederversammlung 2010, Anm. d. Red.) gelernt haben und sie mit Ruhe über die Bühne geht." Bis 2013 sei er gewählt. "Noch anderthalb Jahre, aber dann sollte Schluss sein." Die Wahrheit sah anders aus: Overath trat zurück, die Sitzung wurde noch blamabler für den Verein als die im Jahr zuvor und Köln wusste 48 Stunden lang nicht, was überhaupt geschehen war.
Der LIGA total!-Superfan trifft auf Fußball-Kommentator Markus Höhner und FC-Torwart Michael Rensing. zum Video
Nüchtern betrachtet gibt es nun drei Themen, die zu diskutieren sind. Erstens: Wer wird Nachfolger von Wolfgang Overath? Zweitens: Hinterlässt Overath tatsächlich ein so großes Loch, wie er selbst glaubt und versucht, die Menschen glauben zu machen? Und drittens: Was macht Lukas Podolski, der so viel beim FC von seinem Idol Overath abhängig gemacht hat und wie kein anderer Spieler dem Weg seines Präsidenten gefolgt war?
Die Fragen eins und zwei lassen sich in einem beantworten: Köln braucht einen Mann, der wirtschaftlich in Köln, im Rheinland, in Deutschland und gerne auch in Europa so stark verankert ist, dass er - wie Overath - in der Lage ist, Geldgeber für den Klub zu begeistern. Ist es dafür nötig, dass der FC wie bei Overath die "Herzensangelegenheit" des Präsidenten ist? Ein klares Nein! Aber er sollte genau wissen, wie Köln und das Umfeld des Vereins ticken. Denn so besonders wie der FC Bayern, der BVB oder Schalke sind, ist auch der 1. FC Köln. Aber dem FC würde eine gewisse Nüchternheit gut tun, mit der aus dem launischen und unberechenbaren Karnevalsverein ein funktionierendes Wirtschaftsunternehmen des Bereichs Sport mit kölscher Verwurzelung erwächst.
Die Frage nach der Causa Podolski lässt hingegen selbst Engelchen und Teufelchen auf den Schultern der FC-Fans ratlos zurück: Soll der FC den Torgaranten und das Gesicht der Mannschaft mit einem Rentenvertrag à la Schweinsteiger bei den Bayern ausstatten und ihn so - allem finanziellen Risiko zum Trotz - bis an sein Lebensende an den Verein binden? Oder sollten die Geißböcke ihn lieber schon in der Winterpause nach England oder Italien für über 20 Millionen Euro verkaufen, um sich zu entschulden und einen vollständigen Neuanfang zu wagen? König Overath weg, Prinz Poldi weg - und mit Sportdirektor Volker Finke, Geschäftsführer Claus Horstmann und Trainer Stale Solbakken stünde das neue Dreigestirn bereits parat. Podolski spaltet Köln und wird es bis zu seiner Entscheidung, wie seine Zukunft aussehen wird, weiterhin tun. Einen Aufschrei wird es in jedem Fall geben, wenn verkündet wird, wie es weitergeht. Das ist in Köln garantiert.
Im Dezember sollen erste Vertragsgespräche mit dem Nationalspieler beginnen. zum Video
Quelle: t-online.de
FC-Fan schrieb:
am 16. November 2011 um 20:58:40
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Overath / Podolski
Na das war doch mal was. So kennen wir unseren Herrn Overath, nicht Wolfgang oder Wolli, nein Herr Overath. So hieß der
schon zu Spielzeiten. Und genauso zickig, divenhaft und egoistisch wie damals auf dem Platz hat er jetzt wieder gehandelt. Herr Overath, bitte , bitte lassen Sie den FC in Ruhe.
Zu Poldi ist nur zu sagen: Der Junge soll Fußball spielen und Tore schießen und das möglichst beim FC. Alles Andere was von Ihm verlangt wird ist Quark.
Zuerst sportlicher Erfolg, dann Wirtschaftlicher
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comeonfc schrieb:
am 16. November 2011 um 20:01:53
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Nicht schuldenfrei
Selbst wenn der Fc Podolski verkauft ist man noch lange nicht schuldenfrei.
Da haben einige Geldgeber die Finger mit im
Spiel, übrigens auch bei Geromel und bei anderen sicher auch. Ich glaube nicht das die das Geld dem Fc schenken wollen das sie investiert haben.....
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adebe@gmx. de schrieb:
am 16. November 2011 um 19:56:04
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1. FC. Köln
Wäre es nicht schön wenn jetzt alle mal die Klappe halten würden!
1000 Meinungen und keiner hat die allwissende Antwort.
Fakt
: Poldi hat Köln oben gehalten
Fakt: Overath ist emotional und hat dem Verein so geschadet wie kein anderer vor Ihm.
bitte liebe Fans ruhig bleiben und Finke machen lassen!
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