16.03.2011, 15:52 Uhr | sid, dpa, t-online.de
Die Beziehung zwischen Felix Magath und dem FC Schalke 04 war nicht mehr zu kitten. (Foto: dpa)
Das Ende von Felix Magath als Manager und Chefcoach beim FC Schalke 04 ist besiegelt. Auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung wurde die sofortige Entlassung des 57-Jährigen beschlossen. Eigentlich hätte Magath dort die Gelegenheit gehabt, sich mit den Vorwürfen gegen ihn, nicht satzungsgemäß gehandelt zu haben, auseinander zu setzen. Darauf verzichtete Magath aber (mehr zum Thema: Magaths Anwalt spottet über den "Fleischzerlegebetrieb" Schalke 04).
"Aus Sicht des FC Schalke 04 gibt es sehr gute Gründe für diese Trennung. Wir werden diese in der Öffentlichkeit nicht kommunizieren, weil nun ein juristisches Verfahren bevor steht. Wir sehen diesem Verfahren sehr gelassen entgegen", erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies auf der Website des Klubs. "Inhaltlich ist das, was wir entschieden haben, für den FC Schalke 04 ein gutes Ergebnis."
Der Vorstand soll ebenfalls neu geordnet werden. Für den sportlichen Bereich und die Kommunikation ist ab sofort Horst Heldt verantwortlich. Peter Peters verantwortet die Bereiche Finanzen, Verwaltung und Marketing. Das Votum des Aufsichtsrats war offenbar einstimmig.
Felix Magath fehlte, als Schalke die Trennung beschloss und schweres Geschütz auffuhr. "Wir haben Revisionen gemacht und dabei Dinge nicht so vorgefunden, wie wir sie vorfinden müssen", erklärte Tönnies, nachdem der den Rauswurf des Trainers und Managers verkündet hatte. Der unausgesprochene Vorwurf: Magath soll mehr Geld ausgegeben haben, als er durfte. Zudem sei das Verhältnis zu den Spielern völlig zerrüttet gewesen.
Sein Nachfolger Ralf Rangnick steht laut Angaben der "Bild"-Zeitung bereits in den Startlöchern. "Dass nachhaltig die Kosten für die Mannschaft reduziert wurden, halte ich für die Aussage von jemandem, der vielleicht nicht ganz genau hingeguckt hat", sagte Tönnies weiter und widersprach damit Magaths Darstellung, er habe seit seinem Amtsantritt im Sommer 2009 die Personalkosten gesenkt. Er habe seinen Wunschtrainer auch in sportlich schwieriger Zeit immer gestützt, betonte der Aufsichtsratschef: "Dann hat es ein Schlüsselerlebnis gegeben, wo ich mich um 180 Grad gedreht habe."
Dabei ging es offensichtlich um finanzielle Dinge, denn Wirtschaftsprüfer wurden eingeschaltet. Magath soll sich nicht daran gehalten haben, dass er Geschäfte über 300.000 Euro vom Aufsichtsrat genehmigen muss. Der Hintergrund: Schalke will die Abfindung von geschätzt zwölf Millionen Euro sparen. Tönnies sprach vom "anstehenden juristischen Verfahren", er sei "zu jedem Gespräch bereit, das Schalke weiterbringt."
Zudem bestätigte der Schalker Chefkontrolleur, dass sich der Mannschaftsrat um Kapitän Manuel Neuer mehrmals massiv über den Trainer beklagt habe. Selbst nach einem Gespräch "unter vier Augen" mit Magath habe sich an dessen Umgang und Methoden nichts geändert, im Gegenteil: "Sie haben gesagt, es wird immer schlimmer." Daraufhin sei es zu einer "ziemlichen Auseinandersetzung zwischen uns beiden" gekommen, sagte Tönnies. Magath verzichtete am Mittwochmorgen darauf, zum Tribunal im Raum "Libuda" in der Schalker Arena zu kommen. So votierte der Aufsichtsrat in dessen Abwesenheit einstimmig für die sofortige Trennung.
Sportvorstand Horst Heldt wurde beauftragt, die Nachfolge-Frage zu lösen. Mit Rangnick, der von September 2004 bis Dezember 2005 bereits sehr erfolgreich auf Schalke arbeitete, sollen die Gespräche weit fortgeschritten sein. Tönnies kündigte eine "Toplösung" an. Das Training am Mittwochnachmittag leitete Magaths altes Team um seinen ehemaligen Assistenten Seppo Eichkorn.
Magath ließ indes über seinen Medienanwalt Ralf Höcker mitteilen, dass er die Gründe für seine Entlassung nicht kenne. "Man sollte nicht glauben, dass ein Fußballverein anders funktioniert als ein Fleischzerlegebetrieb: Wenn man einen Mitarbeiter loswerden will, dessen Nase dem Chef nicht mehr passt, werden oft irgendwelche formalen Regelverstöße gesucht, die eine vorzeitige Kündigung rechtfertigen", sagte Höcker mit Blick auf den Fleischfabrikanten Tönnies. "Tausende Arbeitnehmer, die jedes Jahr entlassen werden, kennen das. Welche Regelverstöße allerdings Herr Magath begangen haben soll, darüber rätseln wir noch immer", sagte Höcker.
Tönnies nannte sogar noch einen dritten Grund: Magath habe die Fans für seine Zwecke benutzt. "Ich finde es in hohem Maße verwerflich, die Fans zu instrumentalisieren und Entscheidungen, die in jedem Fall zu treffen sind, zu manipulieren." Der Trainer und Manager hatte nach dem Aufstand der Anhänger wegen seiner umstrittenen Einkaufspolitik versucht, mit einem Facebook-Auftritt und der ständig wachsenden Zahl von "Freunden" gegenzusteuern.
Die sportliche Situation mit Platz zehn in der Bundesliga sowie dem Einzug ins DFB-Pokal-Endspiel und ins Viertelfinale der Champions League habe auf die Entscheidung keinen Einfluss gehabt, betonte Tönnies. Er habe auch nach dem katastrophalen Fehlstart in die Saison zu Magath gestanden: "Ich habe den Kopf aus dem Fenster gehalten, alle haben draufgehauen. Aber ich habe gesagt: Wir machen mit diesem Meistertrainer weiter."
Eine Machtfülle wie für Magath, der neben Trainer und Manager auch Vorstandsmitglied war, wird es künftig auf Schalke nicht mehr geben. "Es ist für uns nicht aufgegangen", sagte Tönnies: "Das künftige Modell wird wieder das herkömmliche sein. Es gibt einen Vorstand, der für den sportlichen Bereich verantwortlich ist und die Entscheidung über den Trainer trifft." Diesen Auftrag bekam nun Magaths ehemaliger Spieler Heldt, der schon am Mittwochmorgen Gespräche mit dem verbliebenen Trainerteam führte.
Wunschkandidat Rangnick soll angeblich noch in dieser Saison auf die Schalker Trainerbank zurückkehren. Der 52-Jährige hatte immer betont, sein Herz hänge noch an diesem Klub. Nach einem kurzen Intermezzo mit Eichkorn als Interimscoach am Sonntag bei Bayer Leverkusen soll Rangnick bereits einspringen.
Quelle: t-online.de , dpa , sid
Dirty Harry schrieb:
am 16. März 2011 um 12:21:11
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Darum liebe ich S04
Erstmal : FM wird zu RB Leipzig gehen und da 8 Mio pro Jahr bekommen, das geht aber nicht vor 2013 wenn er auf Schalke
weiterhin sein Geld bekommt. Also wird er das nicht als so schlimm erachten. UND : Es nutzt nichts, wenn deine Spieler meutern, dann ist irgendwas falsch gelaufen. Ohne Spieler keine Siege. Und wenn man ehrlich ist, ist bei S04 keine Handschrift erkennbar. Das hat man im Pokal gegen Bayern gesehen. Und dafür ist der Trainer verantwortlich, also welcome back RR.
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UdoM. schrieb:
am 16. März 2011 um 12:21:06
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Magath
Warten wir mal die nächste Jahreshauptversammlung ab,dann wird erst mal richtig aufgeräumt,da werden sich noch einige wundern,die
sich zur Zeit sehr weit aus dem Fendter lehnen.
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chris schrieb:
am 16. März 2011 um 12:21:03
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magath
hoffentlich geht schalke jetzt unter. magath hat nicht die zeit bekommen,die ihm versprochen wurde. er hat jetzt schon über 30
millionen durch die CL eingespielt und steht auch noch im pokalfinale !!!
tönnies ist unmenschlich !! nicht magath !!
und jetzt wollen sie auch noch die abfindung sparen !!
schäm dich tönnies !!
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