04.06.2010, 23:02 Uhr | dpa
Im Rechtsstreit zwischen Ivan Klasnic und den Ärzten seines Ex-Vereins Werder Bremen hat ein Gutachter vor Gericht Fehler bei der Behandlung des Fußball-Profis bestätigt. Der kroatische Nationalspieler wirft den Medizinern vor, seine Nierenerkrankung nicht erkannt und falsch behandelt zu haben. "Wenn er fachlich besser betreut worden wäre, hätte das möglicherweise einen anderen Ausgang genommen", sagte der Experte Hermann Pavenstädt vor der Zivilkammer des Landgerichts Bremen. Seiner Ansicht nach hätte die Erkrankung frühzeitiger festgestellt werden können.
Nach Worten des vorsitzenden Richters ist es für das Urteil der Kammer entscheidend, ob es sich um einen "groben Behandlungsfehler" handelt, der nur Kopfschütteln auslöst. Der Sachverständige erklärte daraufhin, dass er viele Fälle kenne, in denen Hausärzte ihre Patienten erst viel zu spät zum Spezialisten überwiesen.
Die gesamte Konstellation der Werte von Klasnic sei sehr ungewöhnlich gewesen. Um sie richtig zu lesen, brauche es "viel Erfahrung", sagte Pavenstädt. Nach seinen Worten hätte aber auch Werder-Teamarzt Götz Dimanski als Sportmediziner zumindest merken müssen, "da stimmt doch etwas nicht" und Klasnic zu einem Experten schicken müssen.
Klasnic war selbst anwesend und verfolgte den Prozess mit ernstem Gesichtsausdruck. Der 30-Jährige klagt gegen zwei Mediziner und zwei Reha-Einrichtungen des Bundesliga-Klubs. Seit seiner Verpflichtung in Bremen im Mai 2001 sollen seine Blutwerte, die mehrmals im Jahr begutachtet wurden, nicht ordnungsgemäß kontrolliert worden sein, so der Vorwurf des Angreifers. Folge waren zwei Nierentransplantationen im Jahr 2007. Die Werder-Ärzte bestreiten hingegen den Vorwurf. Klasnic verlangt Schmerzensgeld und Ersatz für entgangenen Gewinn. Es geht um einen Streitwert von rund 1,1 Millionen Euro.
Zum Abschluss des Verhandlungstages kündigten die Anwälte mehrere neue Beweisanträge und Stellungnahmen an. Deshalb kommt es zu einer Verzögerung: Nicht wie ursprünglich geplant in einem Monat, sondern erst am 20. August soll verkündet werden, wie es in dem Prozess weitergeht. Der Vorsitzende Richter appellierte noch einmal an die Parteien, über einen Vergleich nach zu denken. Im April 2009 hatte Klasnic einen Vergleichsvorschlag von mehr als 350.000 Euro abgelehnt.
Quelle: dpa
Sascha schrieb:
am 5. Juni 2010 um 19:01:35
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Klasnic
Der soll sich net anstellen, der hat doch genug Kohle gescheffelt in seienr Karriere, wobei ich Andi aber auch recht geben muss, den
Ärzten tut das nicht weh, wenn sie sich Fehler eingestehen würden.
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Andi schrieb:
am 5. Juni 2010 um 01:51:29
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Klasnic
Warum fällt es den gottesgleichen Ärtzten so schwer, Fehler einzugestehen? Finanziell erleider sie keinen Verlust, denn die sind
alle versichert. Gebt Klasnic sein Schmerzensgeld und beendet diesen unwürdigen Rechtsstreit.
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