01.08.2010, 08:00 Uhr | Eine Analyse von Sebastian Schlichting
Mit diesem Team will der SC Freiburg erneut die Klasse halten. (Foto: imago)
Am 20. August startet die Bundesliga in ihre 48. Spielzeit. t-online.de hat alle 18 Klubs unter die Lupe genommen. In Teil 5 der Teamcheck-Serie geht es um dem SC Freiburg, der auch diesmal mit kleinen Mitteln das Bestmögliche, sprich den Klassenerhalt, rausholen will.
Eigentlich kann diese Saison nichts mehr schief gehen. Der SC Freiburg hat einen Teil seiner Vorbereitung in Schruns bestritten, einem kleinem Ort im Montafon (Österreich). Hier hat sich auch Spanien auf die WM in Südafrika vorbereitet – der Rest ist bekannt. Die Gemeinsamkeiten enden aber an dieser Stelle, für den Sportclub wäre schon Platz 15 wie ein Titelgewinn.
Der Klassenerhalt wäre auch in dieser Saison wieder ein Riesenerfolg für einen Verein, der die Maxime ausgegeben hat, dauerhaft unter den besten 25 Teams in Deutschland zu sein. Ein Abstieg bedeutet hier also keinen Weltuntergang.
Lautsprecher und Führungsspieler: Heiko Butscher. (Foto: imago)1. Die Transfers: Wer kam, wer ging?Am schmerzlichsten ist der Verlust von Mohamadou Idrissou. Nicht nur, dass Freiburgs bester Stürmer der abgelaufenen Saison (neun Tore) zu Borussia Mönchengladbach gewechselt ist, er tat dies auch noch ablösefrei. Auch Abwehrspieler Du-Ri Cha ist gegangen, er spielt nun bei Celtic Glasgow. Möglicherweise kommt noch ein Ersatz für Idrissou, sicher ist das aber nicht.
Neu im Kader sind die Mittelfeldspieler Jan Rosenthal (24) von Hannover 96, der 600.000 Euro kostete, und Maximilian Nicu (27) von Hertha BSC (ablösefrei). Von Bayer Leverkusen ausgeliehen wurde Mittelfeld-Talent Zvonko Pamic (19), Sohn des früheren Bundesliga-Profis Igor Pamic. Verpflichtet wurde auch der weißrussische Nationalspieler Anton Putsilo (23), allerdings kommt dieser erst im Januar, falls sich Dinamo Minsk und Freiburg vorher nicht auf eine Ablösesumme einigen können.
Der Sturm ist die Problemzone. Trainer Robin Dutt sagt, dass Tommy Bechmann und Stefan Reisinger gute Alternativen zu Pappiss Cissé seien, wenn dieser ausfällt. Das müssen sie jedoch noch beweisen. Die Lücke, die der sehr schnelle Idrissou, der in der Rückrunde im linken Mittelfeld zu Hause war, hinterlässt, wird ganz schwer zu schließen sein. Dutt hat bereits angekündigt, noch mehr Wert auf das Passspiel zu legen. Den Verlust individueller Qualität wollen sie auch mit dem in Freiburg viel beschworenen Teamgeist kompensieren, oder wie es Kapitän Heiko Butscher ausdrückt: "Mit harter, ehrlicher Arbeit!"
Robin Dutt in Fahrt: Wohin führt er sein Team? (Foto: imago)3. Der Trainer: Robin DuttWer Bundesliga-Trainer wird, nimmt auf einem Schleudersitz Platz!? Anderswo mit Sicherheit, nicht aber im Breisgau. Dutts Vorgänger Volker Finke war nach drei Abstiegen noch im Amt. Sätze wie Dutts "ein Abstieg ist nicht das Ende des Vereins und keine Tragödie" würden anderswo für viel Wirbel sorgen, in Freiburg zeugen sie vom Sinn für die Realität. Der 45-Jährige steht seit 2007 an der Seitenlinie, und es spricht einiges dafür, dass er es noch eine Weile tut.
Im November 2009 ist Präsident Achim Stocker verstorben. Er hatte den Verein 37 Jahre lang entscheidend geprägt. Sein Vize Fritz Keller soll Ende September zum Nachfolger gewählt werden, bisher ist er kommissarischer Präsident. Keller, im Hauptberuf Gastronom, wird die Geschäfte in der Tradition Stockers weiterführen: Finanz-Harakiri ist tabu. Die Fans in Freiburg verzeihen ihrer Mannschaft viel, auch sie wissen, dass die Bundesliga nicht der Normalzustand ist.
Hoffnungsträger unter sich: Jan Rosenthal (r.) und Papiss Cissé. (Foto: imago)5. Die Vorbereitung: So liefen die Testspiele bisherDurchwachsen – so lautet die vorläufige Bilanz der Test-Auftritte. Zwei Pflichtsiegen gegen Amateur-Teams folgte ein mageres 1:1 gegen Drittligist FC Heidenheim. Dann aber gab es ein 3:0 gegen den französischen Erstligisten FC Sochaux. Gegen Werder Bremen führte Freiburg 1:0, verlor jedoch 1:2. Den griechischen Erstligaklub Atromitos Athen besiegten die Badener dann mit 1:0.
Da sich am Personal nicht viel geändert hat, wird es nur wenige Neuerungen geben. Die Wichtigste: Nicu wird wohl im linken Mittelfeld auflaufen, wo Idrissou in der Rückrunde gespielt hat. Rosenthal könnte Cedric Makiadi verdrängen, Cissé gibt vorn den Ein-Mann-Angriff.
So könnte der SC im ersten Spiel der Saison gegen St. Pauli auflaufen.
Auf Freiburg wartet eine ganz schwere Saison. Der Kader ist in der Breite sehr dünn besetzt. Das könnte vor allem im Sturm ein Problem werden. Viel hängt davon ab, ob und wie Idrissou ersetzt werden kann.
Quelle: t-online.de
SCFler schrieb:
am 9. August 2010 um 11:22:40
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SCF
Wir sind die Besten und wir haben kein Sturmproblem denn in der Rückrunde haben wir dann ja ein 4-1-4-1 gespielt und cisse war gesetzt also passt es
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wiesu schrieb:
am 5. August 2010 um 20:08:58
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sc freiburg
freiburg hat doch genug deutsche spieler und meiner meinung nach ist rosenthal in deutschland geboren und auch deutscher
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Hans schrieb:
am 2. August 2010 um 20:00:03
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SC
wie wärs wenn ihr mal wieder nen DEUTSCHEN holt?!
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