09.06.2010, 21:50 Uhr | t-online.de, sid
Hat zahlreiche Angebote aus der Bundesliga vorliegen: Michael Ballack. (Foto: imago)
Beim FC Chelsea nicht mehr gewollt. Anderswo aber begehrt. Michael Ballack soll laut Aussagen von Bundestrainer Joachim Löw mehrere Angebote haben, nachdem sich eine Zukunft des verletzten Kapitän der Nationalmannschaft beim englischen Meister zerschlagen hat. Die Londoner und der deutsche Profi konnten sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. So steht Ballack fortan ohne Klub da. Doch nach und nach scheinen sich mehr und mehr Interessenten für den Mittelfeldstar zu finden (Video: Schlimme Wochen für Ballack).
Laut der englischen Tageszeitung "The Sun" hat der Premier-League-Klub von einer Vertragsverlängerung mit dem Mittelfeldspieler Abstand genommen. Die Verantwortlichen der Blues und Ballack konnten sich vor allem nicht auf die geforderte Laufzeit bis zur EM 2012 in Polen und der Ukraine und nach Medienangaben auch in Gehaltsfragen nicht einigen. "Grundsätzlich weiß ich, dass er gerne bei Chelsea geblieben wäre. Ich bin mir sicher, dass er noch zwei oder drei Jahre auf hohem Niveau spielen kann“, kommentierte Löw die Nachricht und wusste aus Gesprächen mit Ballack zu berichten: "Er hat bereits konkrete Angebote von verschiedenen Vereinen aus verschiedenen Ligen vorliegen.“
Wie die "Times" berichtete, soll der FC Schalke 04 mittlerweile Interesse bekundet haben. Ein klares Dementi kam unterdessen von Werder Bremen. "Da ist nichts dran", sagte Sportdirektor Klaus Allofs der "Sportbild". Dagegen liebäugelt Leverkusen mit einer Verpflichtung von Ballack, der schon von 1999 bis 2002 für den Werksclub gespielt hatte. "Zwischen Bayer und Michael Ballack herrschte immer eine besondere Beziehung, wir waren eine wichtige Station in seiner Karriere", sagte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er relativierte jedoch: "Eine andere Frage ist, ob so etwas für uns zu finanzieren ist."
Schalke-Coach Felix Magath hatte zuletzt bereits ein Auge auf Ballack geworfen und insgesamt 30 Millionen Euro für Neuzugänge gefordert. Zudem haben die Königsblauen mit Blick auf die Teilnahme an der Königsklasse in der kommenden Saison akuten Handlungsbedarf auf der Sechser-Position im defensiven Mittelfeld. "Ich werde mich dazu im Moment nicht äußern", sagte Magath und heizte die Spekulationen zusätzlich an. Zuletzt war auch über einen Wechsel zum spanischen Rekordmeister Real Madrid spekuliert worden. Allerdings hat der neue Coach der Königlichen, José Mourinho, seine Fühler erst einmal nach Steven Gerrard vom FC Liverpool ausgestreckt. Sollte der Transfer von Gerrard nach Madrid platzen, wäre Ballack für seinen Ex-Coach Mourinho die erste Alternative.
Bei der WM 2006 und der EM 2008 waren Frings und Ballack noch die uneingeschränkten Chefs auf dem Platz. Junge Spieler taten sich neben diesen Platzhirschen in ihrer Entwicklung schwer. "Die Struktur ist zerbrochen", beschrieb Arne Friedrich auf der Pressekonferenz im südafrikanischen WM-Quartier jetzt die neue Situation nach Frings und Ballack. "Aber das kann auch eine Chance sein. So sind wir schwieriger auszurechnen", fügte der 31-Jährige gut gelaunt hinzu. Der Noch-Berliner steht seit jeher Ballack kritisch gegenüber.
Friedrich spürt, dass eine neue Generation drauf und dran ist, das Vakuum der alten Haudegen auszufüllen. Sollten Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira eine gute WM spielen, ist der ehemalige Capitano nur noch Geschichte. Auch andere Spieler des jüngsten Kaders seit 1934 müssen nun mehr Verantwortung übernehmen und nehmen diese Herausforderung gerne an. Bayerns Kapitän Mark van Bommel, der für die Niederlande an den Start geht, hat es bereits erkannt. "Deutschland ist stark, weil Ballack fehlt. Dadurch werden die jüngeren Spieler noch motivierter sein".
Auch wenn die Bosse der DFB-Elf öffentlich das Fehlen Ballacks bedauerten, Löw und Oliver Bierhoff sahen zuletzt den 33-Jährigen ebenfalls kritisch. Man funkte längst nicht mehr auf einer Wellenlänge. Bei der EM 2008 rasselten der Team-Manager und der Kapitän direkt nach dem verloren gegangenen Finale auf dem Platz aneinander, nachdem Ballack sich weigerte mit einem von Bierhoff in Auftrag gegebenen Plakat sich von den deutschen Fans zu verabschieden. Nach der Nichtberücksichtigung von Frings durch Löw gab Ballack der "FAZ" ein sehr kritisches Interview, schlug sich auf die Seite von Frings und schoss gegen den Bundestrainer. Damals stand sogar eine Suspendierung Ballacks im Raum.
Vor diesem Hintergrund ist auch der Verzicht auf eine Bestrafung von Lukas Podolski seitens des DFB neu zu bewerten. Beim Länderspiel im April 2009 in Wales machte Prinz Peng seinem Spitznamen alle Ehre und verpasste Ballack auf dem Feld eine Ohrfeige. Konsequenzen für Podolski gab es so gut wie keine. "Sie haben sich tief in die Augen geschaut, damit war die Sache gegessen", spielte Bierhoff die Szene herrunter. Schon damals spürten er und Löw, dass die Hausmacht Ballacks in der Nationalmannschaft bröckelt.
Der Beinahe–Aussortierte selbst hat eine Rückkehr in die Nationalmannschaft indes nicht ausgeschlossen. "In der neuen Saison werde ich zurück sein und wieder voll angreifen", sagte er und kann sich vorstellen als 35-Jähriger die EM 2012 noch zu spielen. Uli Hoeneß indes hat Ballack längst zum Abschied aus der DFB-Elf geraten. "Auch wenn es bitter ist: Man muss den Zeitpunkt, wann es genug ist, auch erkennen", sagt der Bayern-Präsident der "Sport Bild". "Wenn es eine WM wäre, würde ich es noch verstehen. Aber eine Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zu spielen - das ist ja nicht gerade etwas, wo man sagt, das ist der Traum meiner schlaflosen Nächte.“
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Quelle: sid , t-online.de
Frank schrieb:
am 11. Juni 2010 um 16:34:59
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Danke Max ....
Das Problem ist einfach das es in Deutschland nicht anerkannt bzw. jemandem gegönnt wird wenn er Erfolg hat. In Leverkusen
hat er mit einer Durchschnittsmannschaft großes geleistet, .... lieber zehnmal Vize als ewiges "nichts erreichen". ´Fehlt nur noch das einer schreibt wir brauchen so mehr so ewige Mitläufer wie Arne Friedrich ..... da passt es dann eben mit dem "fast nix erreicht"
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Frank schrieb:
am 11. Juni 2010 um 10:33:19
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Danke Max ....
... hoffe dieser Eintrag hilft einigen, die hier mitschreiben ohne wirklich Ahnung vom Fussball zu haben. Das Problem ist
einfach das es in Deutschland nicht anerkannt bzw. jemandem gegönnt wird wenn er Erfolg hat. In Leverkusen hat er mit einer Durchschnittsmannschaft großes geleistet, .... lieber zehnmal Vize als ewiges "nichts erreichen". ´Fehlt nur noch das einer schreibt wir brauchen so mehr so ewige Mitläufer wie Arne Friedrich ..... da passt es dann eben mit dem "fast nix erreicht"
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Himmel schrieb:
am 10. Juni 2010 um 14:41:51
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Ich denke, es ist an der Zeit, dass er mal dem Ostfußball hilft. Hat ihn schliesslich groß gemacht. Da könnte er jetzt mal was
zurückgeben. ABer ausser sächsisch babbeln wird er da nix tun und sich lieber die Taschen füllen....
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