20.07.2010, 16:05 Uhr | dpa
Ralf Rangnick will Verstärkungen, Dietmar Hopp sparen (Foto: Reuters)Der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim, Ralf Rangnick, ist unzufrieden. Trotz seiner deutlichen Forderung nach quantitativer und qualitativer Verstärkung für seine Mannschaft, ist Mäzen Dietmar Hopp nicht bereit, große Investitionen zu tätigen. Nun droht eine schwierige Saison.
Ralf Rangnick ist momentan nicht zu beneiden. Viele verletzte Spieler und noch keine großen Verstärkungen machen die Vorbereitung der Hoffenheimer auf die mittlerweile dritte Saison in der höchsten deutschen Fußballklasse zu einer schwierigen Angelegenheit. Mit kaum einem Dutzend Profis konnte der Trainer der TSG bisher in den Trainingseinheiten arbeiten. In Testspielen und im Trainingslager kamen Nachwuchsspieler und Spieler der zweiten Mannschaft zum Einsatz
Die Misere ist vor allem im Offensivbereich offensichtlich. Chinedu Obasi ist am Schienbein verletzt, Demba Ba hat gerade eine Operation an der Patellasehne hinter sich. Beide Spieler drohen noch für längere Zeit auszufallen. Mittelfeldregisseur Carlos Eduardo ist gerade erst ins Training eingestiegen, nach einer Operation am Ohr mit beträchtlichem Rückstand. Prince Tagoe trauert mit seinem Mannschaftskollegen Isaac Vorsah in der Heimat um dessen verstorbenen Bruder. Er wird Ende der Woche in den Kraichgau zurückkehren. Damit bleibt mit Vedad Ibisevic derzeit nur ein etatmäßiger Stürmer übrig. Aus diesem Grund ist Rangnick der Meinung, dass 1899 "zwei, besser drei Neuzugänge" benötige.
Auf Dietmar Hopp kann sich der Trainer der Kraichgauer allerdings nicht verlassen. Dieser will seinem Verein neuerdings einen Sparkurs verordnen. "Mittelfristig wollen wir aus den Miesen herauskommen. Die Verschuldung der Profi-Vereine ist ein Wahnsinn. Hoffenheim wird sich an den Vorgaben des Financial Fairplay der UEFA orientieren. Das heißt, wir wollen nur so viel ausgeben wie wir einnehmen", sagte er der Heidelberger "Rhein-Neckar-Zeitung".
Auf der Liste der Hoffenheimer stehen nach wie vor Ilkay Gündogan vom 1.FC Nürnberg und Adrian Ramos von Hertha BSC Berlin. Beide sollen zusammen rund 14 Millionen Euro kosten. Manager Ernst Tanner stehen allerdings nur 10 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser Spielraum könnte sich noch vergrößern, wenn ein Wechsel von Franco Zuculini vollzogen werden kann. Mit dem SSC Neapel und dem FC Genua stehen Interessenten aus der italienischen Serie A bereit.
Trotz der vielen Verletzten zieht Ralf Rangnick die Zügel im Training an: "Wir haben die Trainingsintensität deutlich gesteigert und wollen die fitteste Mannschaft der Bundesliga werden." Der Trainer kündigte optimistisch an, dass mit den Hoffenheimern nächste Saison, entgegen aller Widrigkeiten, zu rechnen sei.
Quelle: dpa
BVBLER schrieb:
am 20. Juli 2010 um 20:27:00
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1899 Hoppenheim
1899 Hoppenheim gehört einfach nicht in die 1. Bundesliga.
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Lothar schrieb:
am 20. Juli 2010 um 19:59:38
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Verstärkungen
Eine Schande wie diese Leute mit dem Geld umgehen !!
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