22.12.2010, 09:30 Uhr | t-online.de
Dietmar Hopp mischt sich wieder einmal ins operative Geschäft ein. (Foto: imago)
Im letzten Pflichtspiel des Jahres siegte die TSG 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0 und steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Doch ruhige Weihnachten dürfte es für die Kraichgauer trotzdem nicht geben. Dafür sorgt das dubiose Verhalten des TSG-Mäzens Dietmar Hopp. Der Hoffenheim-Macher wirbelte nicht nur mit verwirrenden Aussagen über Luiz Gustavo mächtig Staub auf, sondern auch mit einem Geheimtreffen mit dem Mannschaftsrat ohne Trainer Ralf Rangnick.
Wie die "Sport Bild" berichtet, soll sich Hopp am 15. Dezember im Golf-Club St. Leon-Rot mit dem Mannschaftsrat getroffen haben, der vollzählig erschienen war. Dabei waren Andreas Beck, Josip Simunic, Vedad Ibisevic, Sejad Salihovic, Tobias Weis, Tom Starke, Marvin Compper, Christian Eichner und Matthias Jaissle. Coach Rangnick war nicht eingeladen.
Solche Treffen über den Kopf des Trainers hinweg sind in der Bundesliga ungewöhnlich, untergraben sie doch massiv die Autorität des Coaches. So soll laut "Sport Bild"-Informationen an diesem Abend auch Kritik am Trainer geübt worden sein. So sollen sich einige Akteure über zu lange Video-Analysen beschwert haben, andere den fehlenden Rückhalt des Trainers bemängelt haben.
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"Wir haben uns über die sportliche Situation unterhalten", sagte Beck hinterher. Kritische Äußerungen Richtung Trainer will der Mannschaftskapitän allerdings "nicht bestätigen. Wir haben besprochen, was wir allgemein besser machen müssen. Was das genau war, bleibt aber intern."
Immer wieder mischt sich Geldgeber Hopp ins Tagesgeschäft des Klubs ein. Immer wieder sorgt er damit für Unruhe. So wie im Fall Gustavo. Hier soll der Transfer des Brasilianers zum FC Bayern über die Köpfe von Rangnick und Manager Ernst Tanner entschieden worden sein, bei einem Geheimtreffen zwischen Hopp und den Bayern-Bossen.
Während die beiden sportlichen Macher der TSG lediglich von einer losen Anfrage des Rekordmeisters ausgingen, machte Hopp bereits Nägel mit Köpfen und verkündete hinterher. "Es ist sonnenklar, dass Gustavo im Sommer zu den Bayern gehen wird." Anschließend musste der öffentlich zurückrudern, damit Rangnick und Tanner nicht in der Öffentlichkeit wie zwei Schulbuben dastehen. "Das war schlecht von mir ausgedrückt. So habe ich das nicht sagen wollen", sagte Hopp.
Was will Hopp mit seinen Alleingängen bewirken? Sind sie bewusst inszeniert oder verspürt Hopp lediglich Lust, sich intensiver mit seinem Spielzeug zu beschäftigen? Fakt ist: Seit Mai 2009 ist das Verhältnis zu Rangnick gestört. Der Coach forderte damals ziemlich scharf mehr Geld für Neuzugänge. Hopp wies diese Forderung barsch zurück und fühlte sich erpresst. Die beiden haben sich zwar anschließend ausgesprochen, doch dicke Freunde werden sie nicht mehr. Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Bundesligaspielen und dem Absturz auf Rang acht, könnte die Sehnsucht nach einem anderen Trainer bei Hopp neu entfacht worden sein.
Quelle: t-online.de
Fußballfan schrieb:
am 22. Dezember 2010 um 20:16:23
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Plastikclubs
Ich sehe es ja im Stadion wenn Schalke oder Gladbach zu Gast sind und sich 5000 Gästefans im Stadion befinden oder ob Wolfsburg
kommt mit 200 Leuten. Aber wem es gefällt das dieses Jahr vlt. Gladbach und/oder Köln absteigen und in paar Jahren die TSG gegen RB Leipzig vor 18990 Zuschauern um die Meisterschaft spielt kann sich ja entspannt in den Fernsehsessel zurück legen und davon schwärmen was der Hopp doch alles Gutes für den Deutschen Fußball macht…
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Fußballfan schrieb:
am 22. Dezember 2010 um 20:15:40
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Plastikclubs
Sponsor oder Mäzen steckt eine Menge Geld in einen Verein der noch nichts eigenständig erreicht hat und erkauft sich den
Erfolg. Deshalb sind diese blutleeren Vereine wie Wolfsburg, Leverkusen oder Hoffenheim bei mir auch so beliebt wie Fußpilz. Und nicht nur dass durch diese Vereine die Attraktivität am Fußball verloren geht, andere Vereine haben dadurch auch noch finanzielle Einbußen.
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Fußballfan schrieb:
am 22. Dezember 2010 um 20:14:50
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Plastikclubs
Dass alle Vereine der Bundesliga durch Sponsoren oder einen „geliebten“ Mäzen finanziert werden steht ja außer Frage.
Aber für mich als Fußballfan stellt es einen großen Unterschied dar ob ein Verein über Jahre oder Jahrzehnte etwas geleistet hat und sich dadurch eine große (Fan-)Basis aufgebaut hat und Sponsoren für sich gewinnen konnte, oder ob der Weg genau andersrum verlief.
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