08.06.2011, 10:46 Uhr
Äußert seinen Unmut über Sepp Blatter und die FIFA: Uli Hoeneß. (Foto: imago)
Uli Hoeneß ist bekanntlich ein Freund klarer Worte. Nun hat der Präsident des FC Bayern München den FIFA-Boss Sepp Blatter bezüglich der derzeitigen Korruptions-Diskussion scharf kritisiert und die Machenschaften des Weltfußballverbandes an den Pranger gestellt. "Der ganze Saustall gehört ausgemistet. Ansonsten befürchte ich einen Schaden für den Fußball, der nicht mehr zu reparieren ist", sagte Hoeneß in der "SportBild".
Hoeneß hatte den FIFA-Präsidenten schon im Januar deutlich angegriffen und der Korruption verdächtigt. "Das war erst der Anfang der Geschichte. Ich bin überzeugt, dass nun alle Missstände ans Licht kommen werden. Denn eins ist klar: Das ganze System ist nicht in Ordnung", sagte Hoeneß. Blatter hatte dem Bayern-Präsidenten als Reaktion verbal die "gelbe Karte" gezeigt, "die sehr nach orange aussieht".
Trotz oder gerade wegen der Schieflage, in der sich die FIFA und ihr Präsident derzeit befinden, wurde Blatter für eine weitere Periode von vier Jahren im Amt bestätigt. Zuvor war der einzige Gegenkandidat Mohammed Bin Hammam von der Ethik-Kommission des Weltverbandes suspendiert worden. Hoeneß kündigt dem Schweizer allerdings unruhige Zeiten an. "Ich bin sicher, dass es schwer für ihn wird, diese Wahlperiode von vier Jahren zu überstehen. Die Uhr von Sepp Blatter und seiner Combo tickt."
Auch die Rolle des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stößt dem 59-Jährigen sauer auf. Denn DFB-Vertreter und Präsident Theo Zwanziger votierte ebenfalls für Blatter. "Herr Zwanziger ließ keinen Zweifel daran, dass man Blatter wählen wird. Getreu nach dem Motto: Augen zu und durch", sagte Hoeneß. Der ehemalige Bayern-Manager hätte sich ein kritischeres Auftreten des Verbandes gewünscht. "Ich bin enttäuscht, dass der DFB vor diesen unseriösen Machenschaften die Augen verschließt und nicht gegen Blatter Druck macht."
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Einen Nachfolger für Blatter hat Hoeneß schon auf dem Zettel. Dem aktuellen UEFA-Präsidenten Michel Platini traut er einiges zu. "Viele seiner Ansätze haben mir gut gefallen. Platini stellt den Fußball wieder in den Mittelpunkt, versucht das Financial Fairplay bei den Klubs umzusetzen. Ich hätte ein gutes Gefühl, wenn er bereit wäre, die Position als FIFA-Präsident zu übernehmen.
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Quelle: t-online.de
gartenklausi schrieb:
am 8. Juni 2011 um 21:31:12
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FIFA
Endlich hat einer den Mut Klartext zu reden. Hut ab vor Hoeneß!
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Mike schrieb:
am 8. Juni 2011 um 21:30:30
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Bravo
ich stimme die meisten auch hier. Ich bin auch kein grosses Fan v UH..aber wo er Recht hat, hat er Recht
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Kalter Hund schrieb:
am 8. Juni 2011 um 21:26:07
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Her H:
Wie verlogen von Hoeness, jetzt wo er nichts mehr zu verlieren hat, meldet er sich zu Wort. Warum jetzt erst? Genau, weil er vorher
auch von dem System seine Vorteile gezogen hat!
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