19.06.2011, 15:10 Uhr
Rudi Völler will die Fehde zwischen Fußballstar Michael Ballack und Bundestrainer Joachim Löw schlichten und den ehemaligen Capitano zum Einlenken bewegen. "Ich weiß, wie stur Michael Ballack ist", sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor vor dem Trainingsauftakt des Champions-League-Teilnehmers. Völler baut als ehemaliger Teamchef des Deutschen Fußball-Bundes auf ein friedvolles Ausklingen des Zwists: "Ich habe die Hoffnung auf ein versöhnliches Ende noch nicht aufgegeben."
Dieses "versöhnliche Ende" kann nur eines bedeuten: Völler will dazu beitragen, dass sich Ballack nach 98 Länderspielen doch noch zu einem Comeback durchringt und die DFB-Auswahl am 10. August in Stuttgart gegen Brasilien ein letztes Mal als Chef auf den Rasen führt. "Alle Seiten haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Die letzten zwei, drei Tage hätten wir uns ersparen können", übte Völler Kritik an seinem Star aber auch an Löw.
Der langjährige DFB-Kapitän Ballack hatte nach eigenen Angaben im Urlaub erfahren, dass er vom Bundestrainer nicht mehr berücksichtigt wird. Einen Tag später warf Ballack Löw in einer via Anwaltskanzlei verbreiteten Eigenerklärung "Scheinheiligkeit" vor und bekundete seinen ultimativen Verzicht auf ein Abschiedsspiel. Dies sei, so Ballack, eine "Farce".
DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach korrigierte wiederum Ballack in deutlicher Form. Der DFB-Kapitän habe sich aber allen vernünftigen Vorschlägen entzogen. "Wolfgang Niersbach ist ein alter Kumpel von mir. Er hat ein Interview gegeben, auf seiner DFB-Internetseite, wahrscheinlich hat er es mit sich selbst geführt", sagte Völler zum erneuten Konter der DFB-Führung.
Löw wollte dem aussortierten Leverkusener offenbar eine goldene Brücke bauen, damit dieser in den "Klub der Hunderter" aufsteigt. "Wir haben ihm sogar angeboten, sowohl gegen Uruguay als auch gegen Brasilien zu spielen, um somit am 10. August in Stuttgart die außergewöhnliche Zahl des 100. Länderspiels zu erreichen. Einen Einsatz gegen Uruguay wollte Michael aber nicht, weil ihm die Zahl nicht so wichtig war, dass er sie unter allen Umständen erreichen wollte - so jedenfalls hat er es mir vermittelt", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach auf "dfb.de".
Der DFB erklärte weiter, er habe Ballack offeriert, selbst den Rücktritt zu erklären. "Mir gegenüber hat er dann ergänzt, dass er sich erst nach den drei Länderspielen äußern wolle. Das haben wir akzeptiert", sagte Niersbach. Nach den Spielen gegen Uruguay, Österreich und Aserbaidschan sei es aber zu keinem Kontakt zwischen ihm selbst oder Löw zu Ballack gekommen.
Ballack sei trotz aller Bemühungen, selbst über Dritte, nicht mehr erreichbar gewesen. Das Handy blieb aus. "Ich habe ihm am Tag des Länderspiels in Baku auf seine Mobilnummern jeweils eine SMS geschickt und außerdem auf Mailbox die Bitte hinterlegt, dass er sich bei mir melden solle. Es gab darauf ebenso wie auf einen Anruf und eine SMS des Bundestrainers keine Reaktion von ihm", schilderte Niersbach den Ablauf.
Ballack hatte offenbar die Möglichkeit, sich bis zum 15. Juni selbst zu erklären. Als es keine Reaktion von Ballack gab, ging Löw via Pressemitteilung in die Offensive. "Darauf haben wir entschieden, am zurückliegenden Donnerstag die Pressemitteilung herauszugeben, weil der Zeitpunkt eigentlich überreif war, in dieser wichtigen Personalie klar Position zu beziehen und damit die öffentlichen Spekulationen zu beenden", sagte Niersbach, der Ballack selbst "per SMS über die Veröffentlichung der Pressemitteilung informiert" habe.
Quelle: sid , dpa
Murmelfix schrieb:
am 19. Juni 2011 um 19:25:53
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@bernd
so, so, - Löw hat also im deutschen Fussball noch nichts erreicht. Komisch, dass die internationale Reputation das ganz ganz anders
sieht! Heute wird in der Nationalmannschaft wieder Fussball gespielt, und nicht mehr kraft-gebolzt. Seltsam, dass Deutschland bei der letzten EM Zweiter und bei der letzten WM Dritter war. Aber das zählt ja offensichtlich nix.
Gottseidank beurteilen das internationale Fachleute ein klein wenig anders.
Im Übrigen: wenn Ballack sein Handy ausknipst, - Pech gehabt!!!
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LUTZ schrieb:
am 19. Juni 2011 um 16:52:42
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Ballack
Vor der WM war er verletzt-schade, passiert im Sport- Die Man. spielte gut. Er kam nicht wieder in Form. Was sollte Löw denn da
machen? Von ihm hätte da mM. nach kommen müssen:" Ich sehe, ich kann der Man. zZt. nicht helfen, die Zeit läuft gegen mich, ich höre auf. Hätte jeder Hobbyfussballer so gemacht. Sicher hat er viel für den DFB geleistet, er hat davon aber auch profitiert. Den Abgang hätte er sich so wie er jetzt ist sicher ersparen können.
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Ebs schrieb:
am 19. Juni 2011 um 16:51:59
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Ballack
Wenn jemand 98 Länderspiele für Deutschland gespielt hat ,mit dem muß der DFB anders umgehen . Nicht per Mailbox oder SMS
benachrichtigen . Das ist
unter aller Würde, inclusiv Bundestrainer Herr Löw ! Man hätte sich an einen
Tisch setzen sollen . Das währe die beste Idee gewesen.
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