01.05.2011, 12:25 Uhr
Die Fans stehen der "Initiative Borussia" skeptisch gegenüber. (Foto: imago)
Borussia Mönchengladbach hofft weiter auf den Klassenerhalt, doch die Querelen im Umfeld sorgen beim Abstiegskandidaten weiter für Unruhe. Nur wenige Minuten nach dem 1:0-Sieg beim Champions-League-Anwärter Hannover 96 griff Sportdirektor Max Eberl die "Initiative Borussia" um Stefan Effenberg heftig an. "Angeblich geht es allen immer nur um Borussia. Das ist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt bekannt gemacht worden", sagte Eberl in Richtung der vereinsinternen Opposition.
Diese hatte unter der Woche offiziell angekündigt, die bisherige Führung stürzen zu wollen: "Meiner Meinung nach wurde das bewusst gemacht, um Unruhe zu schüren." Kurz vor dem Spiel hatte sich auch der frühere Profi und Trainer Horst Köppel der Initiative angeschlossen. Köppel wird als Präsidentschaftskandidat gehandelt, Effenberg soll als Sportdirektor Eberl ablösen.
Die Spieler ließen sich von dem offenen Machtkampf nicht beeindrucken - ganz im Gegenteil. Sieben Tage nach dem 1:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund gelang ihnen in Hannover ein zweiter Überraschungscoup. Mit nun 32 Punkten liegen die Gladbacher nur noch zwei Zähler hinter Eintracht Frankfurt, das auf dem Relegationsplatz steht. "Mich interessiert das nicht, was Effe macht", sagte der überragende Siegtorschütze Marco Reus zu den Unruhen im Umfeld.
Die Fans haben sich nach den leidenschaftlichen Auftritten längst mit der Mannschaft wieder versöhnt und feierten den Auswärtssieg wie den Klassenerhalt. Und auch in der Frage der sportlichen Führung im Verein scheinen die Fronten geklärt. Vor der Jahreshauptversammlung am 29. Mai, auf der die Opposition eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitglieder für ihre Satzungsänderung braucht, haben sich die Anhänger zum Großteil auf die Seite der bisherigen Führung geschlagen. Das Fanprojekt Mönchengladbach äußerte sich zuletzt äußerst kritisch zu den Plänen. Und auch in Hannover gab ein Plakat mit der Aufschrift "Tiger, du hast die falschen Freunde!", die wohl vorherrschende Meinung über Effenberg wieder.
Alle anderen Beteiligten wollten sich in Hannover auf die sportlichen Belange fokussieren "Ich konzentriere mich nur auf meinen Job", sagte Trainer Lucien Favre, unter dem die Borussia vor allem in der Defensive endlich zu Stabilität gefunden hat. In der Hinrunde waren die Gladbacher noch die Schießbude der Liga, gegen Hannover ließ die Abwehr keine ernsthafte Chance zu. "Das Vertrauen kommt langsam. Die Mannschaft arbeitet gut, hart und konzentriert. Sie geht gut mit dem Druck um", sagte Favre, der mit seinem Team am kommenden Samstag gegen den SC Freiburg antreten muss. Am 14. Mai reisen die Gladbacher zum Hamburger SV.
"Die Spieler haben viel Überzeugung, den Abstieg zu verhindern", sagte Favre zur Einstellung seines Teams. Mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe - so, wie die Gladbacher in Hannover bei einem Champions-League-Anwärter antraten, spielt wahrlich kein Absteiger. Doch auch Favre ist sich der weiterhin prekären Situation bewusst. "Wir müssen unbedingt gegen Freiburg gewinnen. Egal gegen wen, wir müssen Punkte machen, sonst sind wir tot."
Quelle: sid
NEUTRALER schrieb:
am 1. Mai 2011 um 13:47:39
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Pesimago
man kann ja durchaus effenberg kritisch gegenüberstehen,aber ihn zu unterstellen er würde auf den abstieg der borussia begrüßen
der hat mit verlaub einen sehr begrenztenweitblick.und wenn du in der historie der borussia zublickst müsste dir auch bewusst werden das man in letzten 10 jahren keiner sportliche weiterentwicklung feststellen kann.da muss man sich schon einige kritischen fragen von aussen gefallen lassen.
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Borussenfan schrieb:
am 1. Mai 2011 um 13:38:36
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Machtübernahme
Es ist nur gut, das der jetzigen Führung gezeigt wird, das es auch noch andere Personen gibt, die bereit sind Verantwortung
für den Verein zu übernehmen. Mit einem Herrn K.... an der Spitze, und dessen " geiz ist geil " Mentalität findet Borussia MG nie mehr zu altem Glanz zurück. Um " Oben " mitspielen zu können muss man einfach auch mal ein Risiko eingehen und nicht immer nur in Spieler investieren, die allenfalls " Mitschwimmer " aber keine Führungsspieler sind. Frisches Blut tut gut.
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NEUTRALER schrieb:
am 1. Mai 2011 um 13:32:47
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EFFENBERG
das bei der borussia schon seit jahren so einiges im argen liegt ist nicht wegzudiskutieren.auch ein eberl muss im falle des
abstieges sich einigen kritisches fragen stellen.das ein effenberg die fans polarisiert ist nicht die entscheidende frage.vielmehr muss sich die jetztige vereinsführüng einige versäumnisse vorwerfen lassen.die derzeitige sportliche führung ist in meinen augen nicht fähiig die borussia in eine erfogreiche zukunft zu führen.
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