18.02.2012, 17:28 Uhr
Hamburgs Jarolim enteilt Werders Bargfrede. (Quelle: dpa)
In einem hitzigen Nordderby hat SV Werder Bremen dem Erzrivalen Hamburger SV einen empfindlichen Rückschlag versetzt. Durch das verdiente 3:1 (2:0) feierten die Bremer in der Bundesliga ihren ersten Auswärtssieg seit dem 29. Oktober 2011 und untermauerten ihre Ansprüche auf einen internationalen Startplatz. Der ist für den HSV nach der zweiten Punktspiel-Pleite unter Coach Thorsten Fink in weite Ferne gerückt.
Vor 56.553 Zuschauern in der Hamburger Arena erzielten Marko Marin (9. Minute), Tom Trybull (45.) und Marko Arnautovic (86.) die Bremer Tore. Für den HSV gelang Mladen Petric lediglich der Ehrentreffer (76.). Vor der Partie waren zwei Anhänger festgenommen worden, weil sie mit Benzin getränkte Transparente ins Stadion schmuggeln wollten. Stadionchef Kurt Krägel bestätigte entsprechende Informationen des Radiosenders NDR 90,3.
Das 96. Nordderby begann für den zuletzt im Aufwind befindlichen HSV mit einer kalten Dusche. Tomas Rincon vertändelte das Leder an der Mittellinie und gestattete den Gästen einen schnellen Gegenstoß. Den nutzten die mit einer stark verjüngten Elf angetretenen Werderaner zum ersten Torschuss der Partie - und schon führte Bremen durch Marins ersten Saisontreffer.
Die Hausherren steckten diesen Rückschlag zwar weg und hatten auch deutlich mehr vom Spiel, ihnen fehlten jedoch die zündenden Ideen. Nach Dennis Aogos Freistoßflanke konnte Paolo Guerrero (12.) den mit Pfiffen begrüßten Bremer Nationaltorhüter Tim Wiese nicht überwinden. Erneut Guerrero (17./31.) und Petric (39.) zielten zudem zu ungenau.
Besser machten es die bei Kontern weiterhin stets gefährlichen Gäste. Marin, der kurz zuvor beim Ausführen einer Ecke von einem halbvollen Wasserbecher getroffen wurde, scheiterte noch an Jaroslav Drobny (45.). Beim auf die Ecke folgenden erfolgreichen Kopfball von Youngster Trybull sah der Schlussmann dann allerdings schlecht aus.
Nach der Pause schaffte es Coach Thorsten Fink, mit Ivo Ilicevic' Hereinnahme für Rincon dem HSV-Spiel neuen Schwung zu verleihen. Prompt bot sich Petric eine Top-Chance, doch der starke Wiese wehrte den Schuss des Kroaten spektakulär ab (48.). Als im Gegenzug Markus Rosenberg die 100-prozentige Gelegenheit zum 3:0 vergab (49.), wurde Werder-Trainer Thomas Schaaf an der Seitenlinie zum Rumpelstilzchen.
Der in den letzten drei Nordderbys daheim siegreich gebliebene HSV drängte nun gewaltig, doch Aogo (50.), Jacopo Sala (55.) und vor allem Ilicevic (60.), dessen Schuss vom rechten Außenpfosten zur Seite abtropfte, waren bei vielversprechenden Aktionen nicht vom Glück verfolgt. Petric' Freistoßtor sorgte noch einmal für Hoffnung beim HSV, die Arnautovic kurz vor Schluss aber zunichtemachte.
22. Spieltag | ||||
TSG 1899 Hoffenheim | - | 1. FSV Mainz 05 | 1:1 | |
1. FC Nürnberg | - | 1. FC Köln | 2:1 | |
1. FC Kaiserslautern | - | Borussia Mönchengladbach | 1:2 | |
Hertha BSC | - | Borussia Dortmund | 0:1 | |
Bayer Leverkusen | - | FC Augsburg | 4:1 | |
Hamburger SV | - | SV Werder Bremen | 1:3 | |
SC Freiburg | - | FC Bayern München | 0:0 | |
FC Schalke 04 | - | VfL Wolfsburg | 4:0 | |
Hannover 96 | - | VfB Stuttgart | 4:2 | |
Quelle: dpa
querdenkende schrieb:
am 18. Februar 2012 um 18:02:13
(1)
(0)
HSV
Wozu der Trainerwechsel? - Kostet nur Unsummen und bringt kaum was. Man
muß den Spielern doch nichts mehr erklären - sie müssen die
Anweisungen
befolgen, vorausschauend denken und Einsatz zeigen. Ob ihnen das der alte oder
der neue Trainer vermittelt - wenn die Spieler nicht wollen, ist alles für die Katz.
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